Die Spendenbereitschaft für Pakistan fällt ins Wasser
Bereits 18 Millionen Menschen in Pakistan sind von der Flut betroffen.
Die Uno schätzt, dass 6 Millionen von ihnen Obdachlos sind und 10 Millionen Lebensmittel benötigen.
Es seien noch einige Millionen an Spendengeldern zu wenig eingegangen, um wirklich Hilfe leisten zu können.
Der angeforderte Betrag von 460 Millionen Dollar müsse voraussichtlich verdoppelt werden, das Ausmaß der Katastrophe ist enorm.
Die Zerstörung, die schon im Norden stattgfunden hat, könnte auch noch verherende Folgen im Süden anrichten.
Der Sprecher des UN-Büros für die Koordination Humanitärer Angelegenheiten, Maurizio Guiliano sprach davon, dass das “Desaster” schlimmer als das Erdbeben in Pakistan 2005 und das Erdbebn in Haiti sei.
Vom Erdbeben in Pakistan waren 3 Millionen betroffen, vom Erdbeben in Haiti 3 Millionen, dennoch wurd mehr gespendet.
Wenn westliche Organisationen den Opfern nicht im ausreichenden Maße helfen, werden islamistische Gruppen die Chance ergreifen, um ihr Ansehen in der Bevölkerung zu erhöhen.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die fehlende Spendenbereitschaft auf das geringe Ansehen Pakistans zurückzuführen ist.
Sicher ist jedoch, dass die Ereignisse im Taumel der Hexenjagd auf den Vorstand der deutschen Bundesbank untergehen.
Ein bisschen weniger Sarrazin wäre güt für uns alle.
Drohende Hinrichtung von Sakineh Ashtiani
Die Hinrichtung der 43-jährigen Iranerin steht möglicherweise kurz bevor.
Der Sohn Sajjad fürchtet, dass seine Mutter am Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan nicht mehr am Leben sein wird.
Nach Angaben iranischer Medien wurde Sakineh Mohammadi e Ashtianis wegen Ehebruchs zum Tode verurteilt.
Der Fall erregte internationales Aufsehen, so wandte sich Frankreichs Außenminister Bernhard Kouchner an die iranische Regierung.
Er nannte die Verurteilung Ashtianis den “Gipfel der Barbarei” und “ein Rückfall ins Mittelalter“.
Auch der italienische Außenminister Franco Frattini forderte Gnade von der iranischen Regierung.
Carla Bruni, die Ehefrau von Sarkozy setzte sich für die Iranerin ein und wurde prompt als “Prostituierte” bezeichnet.
Immer mehr Stimmen werden laut, die sich für Ashtiani einsetzen.
Die deutsche Regierung äußerte sich bis jetzt jedoch noch nicht zu den Vorkommnissen.
Man kann nur hoffen, dass Deutschland nicht aufgrund der Wirtschaftsbeziehungen von einem Statement absieht.
Bildungscard: Sachleistungen statt Bargeld
Die Bildungscard, Mitte 2011 sollen interessierte Städte und Gemeinden ihre Erfahrungen mit dem Modell machen.
Für 2012 kann sich die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Frau von der Leyen (CDU) sogar vorstellen, dass das Modell bundesweit eingeführt wird.
Das Modell soll den Kindern bedürftiger Eltern zugute kommen und ihnen die Teilhabe an sozialer und kultureller Bildung ermöglichen.
Die Teilnahme an Nachhilfeunterricht oder an Kultur- und Freizeitangeboten wird so vom Guthaben auf der Chipkarte abgezogen.
Dies sei vor allem eine Maßnahme um den Kindern zu helfen, da ihre Eltern das Geld sonst für andere Dinge ausgeben könnten.
Insgesamt gibt es zwei Millionen Kinder die theoretisch Anspruch auf die Angbote haben.
Da es aber unmöglich ist, jedem der Kinder die gleichen Möglichkeiten zu bieten, wird individuell von den Jobcentern, der Schule und den Eltern entschieden.
Es ist sicher, dass die Behörden mit viel Arbeit zu rechnen haben.
Durch die Bildungscard könnte sich die Diskussion um das Thema Bildung fundamental verschieben, Eltern von nicht bedürftigen Kindern könnten dagegen Klagen, dass andere Kinder bevorteilt werden.
Es könnte aber auch der Fall eintreten, dass die Bildungsangebote nicht in Anspruch genommen werden, da die Kommunikation unter den Behörden unzureichend funktioniert,da es Sprachbarrieren gibt.
Wovon aber ausgegangen werden kann ist, dass eine Bildungscard zur Stigmatisierung und zur Entmündigung der Eltern beiträgt.
Gefecht an der israelisch-libanesischen Grenze
Am 3.August fielen Schüsse an der israelisch-libanesischen Grenze, nahe der Ortschaft Adaisse.
Die traurige Bilanz: drei tote libanesische Soldaten, ein toter israelischer Offizier und ein Journalist.
Das Gefecht ereignete sich, laut den libanesischen Medien durch eine Grenzverletzung seitens Israels.
Soldaten der libanesischen Armee eröffneten das Feuer, weil israelische Soldaten fremdes Territorium betreten haben sollen.
Die israelischen Soldaten waren dabei einen Baum zu fällen, welcher die Sicht behinderte, und sich hinter dem Grenzzaun befand.
Nach Angaben seitens der israelischen Armee befand sich der Baum zwar hinter dem Zaun, war jedoch noch nicht auf libanesischem Territorium.
Die UNIF-Libanon-Schutztruppe bestätigte, dass sich die Soldaten noch auf israelischem Territorium befunden haben und somit ohne vorherige Provokation angegriffen wurden.
Des weiteren sei die Aktion am Morgen des 3.August der UNIFIL-Schutztruppe mitgeteilt worden, umso einen Konflikt zu vermeiden.
Israel gibt der libanesischen Armee für die Eskalation keine Schuld, sondern sieht das Problem bei dem verantwortlichen Offizier.
Die vom Iran unterstütze Hisbollah war nicht an dem Gefecht beteiligt, bat aber nach dem Ereignis der libanesischen Armee ihre Hilfe an.
Hassan Nasrallah, der Hisbollah Anführer sprach von Vergeltungsschlägen gegen Israel, wenn sich eine derartige Situation wiederholen würde.
Heute, am 4.August setzt Israel die Arbeiten fort und zeigt so, dass die libanesische Armee im Unrecht war.
Es kann nur gehofft werden, dass die libanesische Armee auf Zurückhaltung setzt, ihre Führungspositonen mit Infos versorgt und unter keinen Umständen eine Zusammenarbeit mit der Hisbollah stattfindet.
Bis jetzt gab es keine weiteren Zwischenfälle.
Gay Pride im Herzen Hamburgs
Menschen mit homosexuellen Neigungen haben es nach wie vor schwer.
In 68 Ländern der Erde steht Homosexualität weiterhin unter Strafe, dazu zählen unter anderem Afghanistan, die vereinigten Arabischen Emiraten, Kenia, Malaysia und Uganda.
Wenn das nicht genug wäre, steht Homosexualität in Mauretanien, Saudi Arabien, dem Sudan,Jemen, Somalia und dem Iran unter Todesstrafe.
Auch in demokratisch orientierten Ländern kann Diskriminierung leider nicht ausgeschlossen werden.
Schwule und Lesben haben es in vielen Bereichen der Gesellschaft weiterhin schwer sich zu integrieren.
Trotz Antidiskrimierungsgesetz und Änderung des Artikels § 175, der besagte, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften unter Strafe stehen, gibt es in Deutschland weiterhin Probleme.
Beispielsweise in der Bundeswehr und der Politik, wo es Homosexuellen schwer gemacht wird Führungspositionen zu übernehmen.
Doch es werden mehr Stimmen gegen diese Zustände laut.
Der Stonewall-Aufstand 1969 in New York, in dessen Rahmen sich Homosexuelle einer Verhaftung wegen ihrer sexuellen Gesinnung widersetzten, markiert einen Wendepunkt, einen Aufschrei gegen die Unterdrückung und Schikanierung.
Dem Aufstand soll gedacht werden durch den Christopher Street Day, der in verschiedenen Ländern seit vielen Jahren stattfindet.
Unter dem Motto “Gleiche Rechte statt Blumen!” findet der diesjährige Christopher Street Day in Hamburg statt.
Am 7.August werden sich viele Menschen in der Langen Reihe zusammenfinden, um an einer Parade teilzunehmen, die darauf hinweisen soll, dass immernoch keine Gleichberechtigung existiert, trotz Lebenspartnerschaftsgesetz.
Auch wenn die Kommerzialisierung des CSD voranschreitet, was die Verdrängung des Inhaltes mit sich zieht, ist es trotzdem ein großes Zeichen und ein Erfolg wenn Homosexuelle und interessierte Heteros gemeinsam auf die Straße gehen, eine Tabuisierung aufheben und das Normale möglich machen.